PAN kunstforum niederrhein

Das Plakatmuseum in Emmerich am Rhein

Thomas Baumgärtel: Niederrhein-Tour im PAN Kunstforum

Plakatwandbilder und Ausstellungsplakate – zwischen Pop, Provokation und urbaner Geschichte

Banner PAN Vernissage gesamt baumgärtel
Ausstellungseröffnung
:
20. Mai 2026
Dauer der Austellung
:
20. Mai 2026 - 31. Juli 2026
Öffnungszeiten
:
Montag
geschlossen
Dienstag
geschlossen
Mittwoch
geschlossen
Donnerstag
11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Freitag
11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Samstag
11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Sonntag
11:00 Uhr - 16:00 Uhr

Am 20. Mai 2026 eröffnet das PAN Kunstforum die Doppelausstellung von Thomas Baumgärtel – ein zentraler Höhepunkt seiner Jubiläumstour „Freiheit der Kunst“, die an 40 Orten am Niederrhein sein 40-jähriges Schaffen als „Bananensprayer“ feiert. Baumgärtels Werk ist seit jeher geprägt von der Lust am Überschreiten von Grenzen: zwischen Kunst und Alltag, Provokation und Poesie, politischem Statement und spielerischer Leichtigkeit. Im PAN zeigen wir zwei Werkgruppen, die diese Spannungsfelder auf einzigartige Weise verkörpern.

Ausstellungsplakate: Visuelle Zeitzeugnisse zwischen Pop und Protest (seit 8. Februar)
Die etwa 90 Ausstellungsplakate sind weit mehr als bloße Ankündigungen – sie sind Teil des Werks selbst. Als visuelle Chronik seiner rund 700 Ausstellungen spiegeln sie nicht nur Baumgärtels künstlerische Entwicklung wider, sondern auch seine unermüdliche Auseinandersetzung mit Kunstfreiheit und gesellschaftlichen Diskursen. Von den rebellischen Anfängen bis heute: Die Plakate bewegen sich zwischen subkultureller Ästhetik und professioneller Produktion, bewahren dabei aber stets ihre unverwechselbare Direktheit. Mit provokanten Slogans wie „Freiheit für Kunst!“ oder „Tanz um die Banane“ kommentiert Baumgärtel das Zeitgeschehen, zitiert Ikonen wie Andy Warhol oder Charlie Brown und stellt sich bewusst in die Tradition politischer Kunst. Die Plakate sind Kommunikation und Kritik in einem – plakativ, zugänglich und doch radikal. Sie zeigen, wie ein Symbol wie die Banane zum universellen Zeichen für Freiheit, Humor und Widerstand werden kann.

Plakatwandbilder: Die Stadt als Mitautorin
Seit 2015 arbeitet Baumgärtel mit den Rückseiten geklebter Plakate, den sogenannten Plakatwänden. Diese großformatigen Papierbahnen, geprägt von Ziegelabdrücken, Rissen und urbanen Spuren, sind für ihn kein neutraler Malgrund, sondern geladene Geschichtszeugen. Die vorgefundenen Strukturen – Abrieb, Feuchtigkeit, Überlagerungen – werden zum integralen Bestandteil seiner Kompositionen. Mit Malerei, Spraytechnik und Collage verwandelt er das Material in vielschichtige Bildwelten, in denen Ort, Zeit und Handlung verschmelzen. Besonders die Brückenmotive unterstreichen sein programmatisches Anliegen: „Mauern einreißen – Brücken bauen“. Die Plakatwandbilder sind eine Hommage an den urbanen Raum, eine Kritik an Abschottung und zugleich eine Einladung, Grenzen zu überwinden. Die ikonische Spraybanane fungiert dabei als roter Faden – mal als Störsignal, mal als poetische Intervention.

Ein Werk, das verbindet
Beide Werkreihen stehen exemplarisch für Baumgärtels Fähigkeit, Kunst und Leben zu verknüpfen. Während die Ausstellungsplakate seine Haltung in Wort und Bild bündeln, machen die Plakatwandbilder die Spuren der Stadt zum künstlerischen Statement. Zusammen zeigen sie: Baumgärtels Kunst entsteht im Dialog – mit der Gesellschaft, der Geschichte und dem Betrachter.
Erleben Sie die Vernissage am 20. Mai im PAN Kunstforum und tauchen Sie ein in ein Œuvre, das seit vier Jahrzehnten Provokation, Poesie und politische Haltung vereint. Die Ausstellung ist Teil der Niederrhein-Tour, die vom 8. Mai bis 10. Juli 2026 Besucher:innen einlädt, Baumgärtels Werk an 40 Orten zu entdecken – zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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