PAN kunstforum niederrhein e.V.

Das Plakatmuseum in Emmerich am Rhein
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Das PAN kunstforum niederrhein e. V. in Emmerich - Germany!

Dali am Niederrhein

Große Sonderausstellung mit über 600 Exponaten

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Dauer der Austellung
:
11. März 2017 - 3. September 2017
Öffnungszeiten
:
Montag
geschlossen
Dienstag
11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Mittwoch
11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Donnerstag
11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Freitag
11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Samstag
11:00 Uhr - 18:00 Uhr
Sonntag
11:00 Uhr - 18:00 Uhr
Eintrittspreise
:
Erwachsene
:
9.50 EUR
Ermäßigt
:
7.50 EUR
Familien
:
19.50 EUR
Gruppen
(pro Person)
:
7.50 EUR
Führungen nach Absprache

Salvador Dalí (1904–1989) ist neben Picasso und Andy Warhol der bekannteste Maler des 20. Jahrhunderts.

Es ist bemerkenswert, dass Dalí mit mehr als 600 Werken vom 11. März bis 3. September 2017 im PAN kunstforum niederrhein in Emmerich am Rhein Präsentiert wird. Es handelt sich um die umfangreichste Sonderschau in Deutschland zu diesem Künstler seit den letzten großen Ausstellungen 1989 in Stuttgart und 2006 in Köln.

Gezeigt werden über 500 Grafiken, Offset-Lithografien und Gemälde, über 100 Fotos, mehr als 30 Skulpturen, dazu Kleidungsstücke, Möbel, Bücher und Dokumente. Zu den besonderen Ausstellungsexponaten gehören eine lebensechte Dalí-Figur, die von Lisa Büscher aus Berlin geschaffen wurde, und Dalís wichtigste Skulpturen (wie das Lippensofa, die Schubladenfrau oder der Space-Elefant) sowie Farbxylographien zur Bibel und zu Dantes „Göttlicher Komödie“.

Die Ausstellung zeigt das große Schaffensspektrum des spanischen Künstlers, der nicht nur Maler, Grafiker und Bildhauer war, sondern auch Schriftsteller, Modedesigner, Bühnenbildner und Filmemacher. Nicht nur für den Kunstinteressierten ist die Ausstellung empfehlenswert. Vielmehr spiegelt das Leben und Werk Dalís auch die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert wider.

Dalís politische Einstellung und seine Hinwendung zum Surrealismus, mit dem er sich seit 1926/27 in Paris beschäftigte, sind Folgen des Ersten Weltkriegs. Der Spanische Bürgerkrieg versagte ihm 1936, sein Heimatland zu betreten. 1940 floh er vor Nazi-Deutschland aus Frankreich in die USA. Von dort kehrte er 1948 in das von Franco diktatorisch regierte Spanien zurück. Gezeichnet von den blutigen Erfahrungen der Kriege, bei denen enge Freunde das Leben lassen mussten, fand er zum katholischen Glauben zurück.

Das Werk Dalís beeindruckt nicht nur durch seine Perfektion in der Wiedergabe surrealistischer Traumszenen und eines Hyperrealismus seit Mitte der 1930er Jahre, sondern auch durch seine starke Heimatverbundenheit. Stets bildet die Landschaft um seine Heimatstadt Figueras und der benachbarten Hafenstadt Cadaqués den Hintergrund für seine Bilder. Salvador Dalí Salvador Dali (1904–89) war der vielseitigste unter den bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Während sich die Maler seiner Zeit mit wenigen Ausnahmen der abstrakten Kunst zuwandten, blieb er der realistischen Wiedergabe einer surrealen Welt in fast altmeisterlicher Maltechnik treu. Dies verschaffte ihm neben Max Ernst und Rudolf Hausner beinahe ein Alleinstellungsmerkmal unter den großen Malern des 20. Jahrhunderts. Dali war aber nicht nur Maler, Zeichner und Grafiker, sondern auch Bildhauer, Schriftsteller, Modedesigner und Bühnenbildner.

Seine Kunst sollte allen Teilen der Bevölkerung zugänglich sein, weshalb seine Motiverfindungen in vielen Varianten reproduziert wurden. Er selber schuf etwa 2000 Grafiken. Zu seinen Lebzeiten galt Dalí als Provokateur und Spinner. Das lag vor allem an seinem selbstherrlichen und exzentrischen Auftreten in der Öffentlichkeit seit Mitte der 1930er Jahre, bestärkt durch seine Ehefrau Gala. Sein Verhalten war jedoch seiner Schüchternheit und seiner Marketing-Trategie geschuldet. So sagt er selbst über sich: „Der einzige Unterschied zwischen einem Verrückten und mir ist der, dass ich nicht verrückt bin.“ Er vertrat die Auffassung: „Oh Salvador, Du weißt es jetzt, wenn Du das Genie spielst, dann wirst Du eins!“

Dalí förderte das Image, ruhm- und goldsüchtig zu sein. Er provozierte Skandale, um in die Medien zu gelangen. Und die Journalisten griffen dankbar diese auf. Zu Recht kommt Ricard Mas Peinado zu dem Ergebnis: „Dalí war der offizielle Verrückte, ein Verrückter, der Gnade fand und dessen Bilder die Bevölkerung im Allgemeinen und die Neureichen im Besonderen begeisterte. Indem er diesen Weg vertiefte, gelang es Dalí, der erste weltweite Superstar der Kunst zu sein, eine Person, die jenseits ihrer Malerei und Schriftstellerei selbst ein Kunstwerk war.“ (Ricard Mas Peinado: Dalí. Leben und Werk, Petersberg 2004, S. 255) Dalí war von seiner Veranlagung her niemand, der sich in den Vordergrund drängte. Er nahm Antidepressiva, um sein Schamgefühl zu überwinden.

Albert Field, der ein Werkverzeichnis der Dalí-Grafiken erstellte, äußert sich wie folgt in einem Fokus-Interview: „Er wirkte nur nach außen exzentrisch. In Wirklichkeit war er ein sehr einfacher, klarer Mensch mit sehr viel Humor. Er war unglaublich kreativ und großzügig. Er war ein begnadeter Selbstdarsteller und hat sich liebend gern in Pose gesetzt, um die Leute aufzuziehen. Vor allem vor Journalisten zog er eine unglaubliche Show ab. … Er konnte stets Fiktion und Realität voneinander trennen.“ (FOCUS Magazin | Nr. 30 (2000)) Dalí malte Traumvisionen, das heißt Landschaften und Szenen, die es im realen Leben nicht gab und die es so nicht geben konnte. Er tat dies jedoch so genau, detailliert und wirklichkeitsnah, dass sie so hätten aussehen können. Salvador Dalí (1904–1989) sagte in einem Interview 1934: „Es ist mein Ehrgeiz, die Welt der Phantasie mit demselben Grad an Objektivität und Realität zu gestalten wie die Alltagswelt.“ Für Dalí sollte die Malerei daher nichts anderes sein, als die handgemalte Farbfotografie der „konkreten Irrationalität“. Es ging ihm um die fotografische exakte Wiedergabe seiner Traumvisionen, die er als Schnappschüsse in hartem Streiflicht als Vision auf die Leinwand bannte.

Dalí selbst verglich seine Bildmotive mit dem Werk von Hieronymus Bosch († 1516), der gleichfalls surreale, verdrehte Welten in einer realistischen Art und Weise zu malen verstand, so dass sie Wahrheitsgetreu aussehen – fliegende Gebilde, phantasievolle Pflanzenhäuser und skurrile Fabelwesen. Das Revolutionäre der Traumbilder Dalís ist heute nicht mehr so eindrücklich nachvollziehbar, da Sciencefictionfilme und Computerspiele ähnliche Phantasiewelten nachbilden. In seiner Malerei war Dalí ein Perfektionist, der neuen Dingen stets aufgeschlossen war. Um seine Malerei weiterzuentwickeln griff er Erfindungen und Neuigkeiten in seinem Werk auf. Eine Voraussetzung, Bilder in hoher Qualität realisieren zu können, war Dalís Fähigkeit zu konzentrierter Arbeit. Täglich stand er ab sieben Uhr an seiner Staffelei und arbeitete bis zum Mittagessen durch. Weitere Arbeitsstunden absolvierte er am Nachmittag.

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